8 Tipps für den perfekten Geflügelbraten

Ich mache vor allem an Feiertagen gerne mal einen ganzen Geflügel-Braten, also z.B. Ente, Gans oder Truthahn und höre dann oftmals:

Ich würde das ja auch gerne mal machen, aber so ein ganzes Vieh, das traue ich mir nicht zu.

In diesem Video möchte ich dir in 8 kleinen Schritten zeigen, wie einfach und sicher so ein stolzer Braten zu machen ist, der innen saftig und außen schön knusprig ist.

Diese Tipps sind allgemeingültig, sie helfen dir also egal ob du Hühnchen, Ente oder Adler machen möchtest…

  1. Entferne den Wishbone

Das Gabelbein oder auch Wishbone, sitzt an der oberen Seite der Brust und sollte am Anfang entfernt werden.

Greife in die Halsseite und du kannst ihn schon bald erspüren. Einfach etwas drum herumschneiden ohne das Brustfleisch zu sehr zu verletzen, und ihn dann vorsichtig herausbrechen.

Dadurch ist zum Schluss das tranchieren und portionieren der gebratenen Brust wesentlich einfacher, weil man sonst genau an dem Knochen leichter hängen bleibt.

  1. Salzlake

Salz hat ja sehr viele Vorteile: Es verstärkt den Geschmack, würzt, reguliert Feuchtigkeit und wirkt desinfizierend bzw. konservierend.

Für unseren Geflügel-Braten nutzten wir diese Eigenschaften in Verbindung mit Wasser und machen den Braten somit wahnsinnig Saftig und schmackhaft.

Mische dazu eine 5% Salzlösung an. Für mein Hühnchen nehme ich z.B. 500g Wasser und 25g Salz.

Diese Salzlösung spritzt du mit einer feinen Nadel vorsichtig ins Fleisch, am besten verletzt du die Haut dabei so wenig wie möglich.

Dann kommt das ganze über Nacht in den Kühlschrank, damit das Salz schön ins Fleisch einziehen kann.

  1. Binden

Vor dem Braten kannst du das Geflügel auch noch binden. Auch das geht ziemlich einfach und sorgt dafür, dass das Fleisch gleichmäßig gegart wird.

Die Bratenschnur legt man mittig unter dem Geflügel am Rücken an, geht über den Flügeln nach vorne zum Hals und kreuzt die Schnur einmal.

Dann gehts außen in der Beuge der Flügel zurück nach hinten und kreuzt am Ende der Brust ein weiteres mal. Ein kleines Stück zurück bis zu den Keulen, wieder unter der Beuge zurück und kreuzen.

Zum Schluss einmal elegant um den Po gewickelt und am Rücken verknoten. Fertig.

Wer möchte kann natürlich vorher auch eine Füllung in das Geflügel geben, da gibt es tolle Rezepte die nicht nur würzen sondern auch als Beilage verwendet werden können.

Ich mache das aber selten, da es mir am liebsten ist den Eigengeschmack des Geflügels zu betonen.

  1. Garen

Unser Vogel kommt dann auf einen Rost, damit die Hitze gleichmäßig von allen Seiten drankommt. Darunter kommt ein Blech mit Wasser, damit nichts anbrennt oder austrocknet.

Beim Garen beginnen wir langsam auf 100°C Umluft und lassen jedes KG Geflügel für 1 Stunde im Ofen. Hat euer Braten also 3 kg – 3 Stunden bei 5 kg – 5 Stunden usw. unrunde Zahlen wie 2,4 kg rundest du am besten auf die volle Stunde auf.

Durch dieses vorsichtige Garen wird vermieden, dass äußere Teile wie beispielsweise die Keule zu sehr durchgegart wird, während innen vielleicht noch zu wenig Hitze hingekommen ist.

Es wird also alles schön gleichmäßig gegart. Was passiert beim Garen genau? Das Eiweiß des Fleisches gerinnt, wird dadurch fest und behält das zuvor eingespritzte Salzwasser direkt im Fleisch

  1. Soße

Wer auch eine Soße dazu machen möchte, sollte sich mein Video für die perfekte Bratensoße ansehen. Dort wird nochmal genauer erklärt was zu tun ist.

  1. Würzen

Wer gerne eine würzige Haut möchte und zusätzlichen Geschmack an den Braten bekommen möchte kann das nach der Garzeit noch tun. Denn der Vogel kommt jetzt aus dem Ofen und der Ofen wird aufgeheizt auf 230C°.

Ich mische z.B. eine Gewürzmischung aus Salz, Pfeffer, Paprika, Knoblauch, Sellerie, Zwiebeln mit etwas Bier zu einer dicken Masse und streiche diese dann gleichmäßig auf.

  1. Braten

Zu guter Letzt bekommt unser Geflügelbraten noch eine schöne Farbe und eine knusprige Kruste, denn wir schieben ihn zurück in den Ofen auf 230°C.

Die Dauer ist wieder von der Größe abhängig aber auch von der persönlichen Vorliebe an Knusprigkeit. Enten und Gänse brauchen durch die dickere Haut auch etwas länger.

In der Regel ist eine halbe Stunde bis eine Stunde ausreichend. Länger nicht, denn sonst trocknen die äußeren Teile wie gesagt aus.

Und dann ist er auch schon fertig, ein herrlicher Festtagsbraten der mit tollen Beilagen und Soße ergänzt werden kann. Rund um so wie er sein soll, außen knusprig, innen Saftig.

  1. Tranchieren

Trau dich und mach es doch einfach mal nach! Ich zeige dir zum Schluss im Video auch noch wie man den Braten dann am Tisch tranchiert.

Matthias Schwarz

Als gelernter Koch und studierter Wirtschaftspsychologe befasst sich Matthias Schwarz seit vielzähligen Jahren gleichermaßen leidenschaftlich mit allem was mit Kochen, Essen, Trinken, Internet und Medien zu tun hat.

Dabei verfolgt er stets größtmögliche Ansprüche an Qualität und Ästhetik, denn geringeres will er seinen Zuschauern, Lesern und Kunden einfach nicht präsentieren.

Ohne viel Bla Bla und Tam Tam informiert und berät er seit 2014 durch seine YouTube Videos einfach gerne über gängige Rezepte und Koch-Techniken sowie die entsprechende technische Ausstattung.

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