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SMEG Slow-Juicer im Test

Produkt mit Besonderheiten – Mein Erfahrungsbericht

Das heutige Produkt ist in vielerlei Hinsicht besonders: Es kann im Wesentlichen nur eins, schafft dadurch aber tausende Möglichkeiten. Dementsprechend ist es vielleicht etwas komplexer und benötigt Erklärungsbedarf. Ein wunderbarer Anlass uns meine Erfahrungen mit dem Smeg Slow-Juicer in einem ausführlichen Test einmal genauer anzusehen.

Was ist ein Slow-Juicer?

Ein was? Ein Slow-Juicer? Die meisten von euch werden nur Entsafter kennen, richtig, diese lauten Dinger, die Obst und Gemüse mit einem mords Lärm zerhäckseln, durch die Gegend schleudern und dann etwas von einer dunklen Brühe herauskommt, die an Saft erinnert.

Also was ist dann ein Slow-Juicer? Ersteinmal auch ein Entsafter, aber ein völlig anderes Prinzip. Obst und Gemüse wird hier nach dem Einfüllen von einer Press-Schnecke zerstückelt. Die Schnecke treibt die Stückchen dann entlang eines konischen immer feiner werdenden Siebes nach unten und presst das Obst und Gemüse feinsäuberlich und schonend aus.

Vergleich Zentrifugal-Entsafter und Slow-Juicer

Und genau das sind die großen Vorteile. Ein herkömmlicher Entsafter schleudert die zerhäckselten Stückchen durch die Fliehkraft gegen ein Sieb. Etwas Saft kommt raus, der Rest fliegt aus der Maschine. Durch die Hohe Geschwindigkeit zerlegt es die Zellen des Obstes regelrecht in Einzelteile, es wird eine Menge Luft untergemischt, wodurch viele Säfte sofort oxidieren und schäumen. Somit setzen sich auch die Bestandteile aus Fruchtfleisch und Wasser zügig ab. Nicht schön und auch nicht so gesund und frisch wie es sein sollte.

Der Slow-Juicer von SMEG verspricht dagegen die Lebensmittel mit einem Bruchteil der Leistungsaufnahme schonend und leise durch ein Sieb zu pressen. Und leise ist definitiv der erste Gedanke, wenn man den Slow-Juicer in Aktion erlebt.

Das Design des SMEG Slow-Juicers

Aber STOP, traditionsgemäß fangen wir ja noch einen Schritt vorher an: Die Optik, ist auf jeden Fall SMEG Typisch sehr gelungen. Das etwas unscheinbare turmartige Design ist in 4 Farben erhältlich. Der Materialmix aus Aluminiumdruckguss, Edelstahl und durchgefärbtem Kunststoff glänzt an einigen pflegeleichten Stellen zusätzlich mit Chromflächen. Wie die anderen Kleingeräte im Stil der 50er Jahre des italienischen Familienunternehmens muss man auch den Slow-Juicer definitiv nicht im Schrank verstecken.

Der Zusammenbau & Lieferumfang

Auf dem farbigen Motorblock sitzt gut eingebettet das Herzstück der Entsaftungskunst: Die Pressschnecke ist aus ULTEM ein Kunststoff der härter ist als Stahl. Diese kommt direkt in das Press-Sieb, welches in einer groben und einer feinen Variante geliefert wird. Als nächstes kommt eine Halterung mit feinen Gummilippen, die das Sieb von außen abstreichen. Alles zusammen findet in dem Gehäuse Platz, in dem nicht nur ein verschließbarer Saftauslass und der Tresterauslass zu finden ist, sondern auch ein Hebel zum Regulieren der Entsaftung. Doch dazu gleich noch mehr.

Auch ein Tresterbehälter, ein Saftbehälter mit Deckel, praktisches Reinigungswerkzeug, Anleitung und ein Rezeptbuch sind im Lieferumfang enthalten. All diese Kunststoffteile die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, sind aus BPA-freiem Tritan gefertigt.

Beim Zusammenbauen muss man eigentlich lediglich darauf achten, dass die Pressschnecke in den vorgesehenen Einkerbungen eingerastet ist. Dann nur noch den Deckel samt Einfüllöffnung aufschrauben und es kann mit dem Edelstahl-Einschalt-Knauf auf der Rückseite losgehen.

Der Erste Testlauf

Und hier war ich wie gesagt nicht nur von dem geräuscharmen Betrieb überrascht. Ich dachte mir nämlich, dass es ja sicher funktioniert, wenn man weiche Obstsorten durch ein Sieb presst. Aber harte Gemüse wie zum Beispiel Möhren?

Ausprobiert und nachdem der Slow-Juicer sich die Karotten einverleibt hat wie ein Hase, dauert es nicht lange bis sich reichlich Saft zeigt. Mithilfe des praktischen Deckels am Saft Hahn kann man die Saftmenge regulieren, beziehungsweise die Auffangbehälter auch mal sauber und unkompliziert austauschen. Falls sich doch einmal ein Karottenstück querstellt, gibt es auch einen Rückwärtsgang. Nach erneutem Anlauf läuft es dann auch problemlos weiter.

Der Hebel zur Regulierung

Der angesprochene vordere Hebel regelt im Grunde den Widerstand, mit dem der Trester, also die nicht entsafteten Reste austreten können. Bei härteren Lebensmitteln kann man diesen auf die halboffene Position stellen. Weichere Lebensmittel kann man mit geschlossenem Hebel nochmals gründlicher entsaften. Die offene Position ist nur zum Reinigen vorgesehen.

Die Vorteile des Slow-Juicers

Und überwiegend die weichen Lebensmittel sind für mich das absolut überzeugende Argument für einen Slow-Juicer. Äpfel und Möhren schaffen andere Entsafter auch, aber weiches Obst wie Bananen, Aprikosen, Erdbeeren und natürlich auch anderen Beeren haben in herkömmlichen Entsaftern eigentlich nichts verloren. Durch das schonende pressen des Slow-Juicers kommt die wahre Saftmenge von nahezu allen Früchten und Gemüsen zum Vorschein. Und das nicht nur als Saft, sondern in vielen Fällen als feinstes Fruchtmark das auch hervorragend zu Stückchen- und kernloser Marmelade verkocht werden kann.

Besonders nützlich ist das natürlich auch für alle die Obst und Gemüse im eigenen Garten haben.

Dabei muss man eigentlich nur größere Früchte in grobe Stücke schneiden. Harte und große Kerne und Schalen, die man sonst auch nicht unbedingt mitessen würde entfernen.

Die kläglichen Überreste

Viel bleibt abgesehen von Saft nicht mehr übrigt. Die meisten Überreste sind wirklich sehr trocken. Diese paar Brösel von Kernen und Schalen sind zum Beispiel neben einem Liter Blaubeermark übriggeblieben.

Und in vielen Fällen lässt sich daraus auch noch etwas machen. Der Trester von den Möhren kommt bei mir in einen Karottenkuchen.

Vielfältige Möglichkeiten

Hat man sich etwas an das Press-Prinzip gewöhnt, entdeckt man nach und nach mehr Ideen. Denn auch würzende Lebensmittel wie zum Beispiel Ingwer oder auch Kräuter, werden samt wertvoller Pflanzenstoffe und ätherischer Öle komplett ausgepresst.

Man kann sogar noch ein Stück weiter gehen und auch Nüsse in den eigenen Smoothie einarbeiten.

Oder momentmal, eigentlich streicht der Slow-Juicer ja nur Lebensmittel durch ein feines Sieb, da könnte ich doch auch bereits gekochte Suppen oder Soßen feinsäuberlich durchsieben lassen?
Oder ich koche gleich direkt Suppen damit, indem ich Tomate, Paprika, Chili, Zwiebel, Knoblauch und Basilikum mit dem groben Sieb entsafte. Abgebunden mit etwas geriebenem Toastbrot und einem Schuss Olivenöl gibt das im Handumdrehen eine Gazpacho.

Ein schneller Avocado-Dip zum Grillen oder Snacken gelingt mit entkernten und geschälten Avocados, bisschen Knoblauch und Chilli oder Paprika.

Für eine feine Pilzsoße entsafte ich diese mit einer Zwiebel im feinen Sieb, brate den Trester kurz an, ablöschen mit Weißwein, Pilzsaft und einem Schuss Sahne. Etwas einkochen lassen. Fertig!

Auch für die heimische Bar sind mir sofort einige Ideen eingefallen: Für einen Pina Colada entsafte ich einfache eine frische Ananas mit einer Kokosnuss.

Eine Mischung aus Ingwer, Gurke, Limette und Minze gebe ich in eine Eiswürfelform. Damit lässt sich jeder Gin-Tonic oder Moskow-Mule gehörig aufpeppen und nicht für jeden kleinen Saftbedarf muss neu gepresst werden.

Und auch wenn ich noch weitere Ideen hätte, es ist an der Zeit zum Punkt zu kommen.

Reinigung

Mich hat die Funktionalität und der Umfang an Möglichkeiten und in vielen Situationen auch die Saftmenge wirklich umgehauen. Dabei macht der Smeg Slow-Juicer nicht nur optisch immer einen guten Eindruck. Er arbeitet zuverlässig, absolut leise und ist eigentlich auch gut zu reinigen. Das Saftgehäuse kann einfach abgenommen werden. Dann weicht man es entweder ein und startet in den Tag oder man schraubt es auf, spült es ab oder gibt alle Teile in die Spülmaschine. Nur das Sieb muss in manchen Fällen gründlicher gebürstet werden, aber von nichts kommt eben auch nichts.

Fazit

Selten hat mich ein Entsafter im Gesamteindruck so überzeugt wie der Slow-Juicer von SMEG. Ein stimmiges Design aus erstklassigen Materialien ergibt ein Smeg-Typisches Qualitätsgerät. Das Funktionsprinzip ist anfangs wie gesagt etwas undurchsichtig, ermöglicht bei genauerem Hinschauen aber eine unendliche Menge an Möglichkeiten mit denen nicht nur Gartenbesitzer Ernährungsbewusste und Hobby-Sterneköche voll auf Ihre Kosten kommen.

Falls jetzt noch Fragen offen geblieben sind findest Du hier weitere Infos. Außerdem stehe ich dir rechts unten zur Beratung auch gerne per Chat zur Verfügung!

Matthias Schwarz

Als gelernter Koch und studierter Wirtschaftspsychologe befasst sich Matthias Schwarz seit vielzähligen Jahren gleichermaßen leidenschaftlich mit allem was mit Kochen, Essen, Trinken, Internet und Medien zu tun hat.

Dabei verfolgt er stets größtmögliche Ansprüche an Qualität und Ästhetik, denn geringeres will er seinen Zuschauern, Lesern und Kunden einfach nicht präsentieren.

Ohne viel Bla Bla und Tam Tam informiert und berät er seit 2014 durch seine YouTube Videos einfach gerne über gängige Rezepte und Koch-Techniken sowie die entsprechende technische Ausstattung.

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